Freitag, 24. April 2009

Tierra del fuego - el fin del mundo

Wir sind da - am Ende der Welt in Feuerland in der südlichsten Stadt der Welt, in Ushuaia! Aber zuerst von vorne. Nachdem wir in Bariloche einen intensiv Tag spanisch lernen eingelegt haben (eine Spanischlehrerin und ich und Stefan) sind wir per Flug (sauteuer!) nach El Calafate geflogen, um noch vor dem Winter Patagonien zu sehen. Und wir hatten echt Glück weil zum Beispiel in Puerto Natales (wo der Torres del Paine Nationalpark ist) hat man uns gesagt, dass es die letzte Woche ist, wo man annähernd noch Transport zum Nationalpark bekommt. Das Problem und auch der immense Kostenpunkt hier in Patagonien ist der Transport. Zuerst muss es einmal einen Bus geben und dann verlangen die natürlich hohe Preise. Daher ist Patagonien wirklich nicht billig und fast so teuer wie in Europa, ganz egal ob man in Chile oder Argentinien ist.
Aber weiter im Ablauf.

In El Calafate angekommen haben wir natürlich gleich für den nächsten Tag den Tranport zum berühmtesten Gletscher - den Perito Moreno Glacier - gebucht. Das Besondere an ihm ist erstens seine strahlend blaue Farbe und zweitens dass er immer noch wächst und das satte ca. 2 m pro Tag. Darüberhinaus kalbt der Gletscher regelmäßig und man kann mit Donnern und Krachen miterleben wie bis zu 50 m hohe Eisblöcke ins Wasser stürzen. In der Front ist der Gletscher unglaubliche 50 m hoch. Aber überzeugt Euch selbst auf den Fotos. Das Wetter beim Gletscher war solala - wir hatten zwar fast den ganzen Tag leichten Regen aber immerhin hat es nicht geschüttet und der Wind war für Patagonien gnädig.
Nachdem El Calafate sauteuer, extrem touristisch und die Unterkunft bescheiden war, sind wir am nächsten Tag nach El Chalten weitergefahren.











El Chalten ist das Trekkerparadis von Patagonien mit dem Fitz Roy Massiv. Und dort hatten wir einfach Kaiserwetter am ersten Tag, nachdem wir den letzten Sturm gerade um einen Tag verpasst hatten. Der Trek zum Cerro Torre war daher traumhaft schön ohne einer Wolke am Himmel.


















Nachdem wir unsere erste und bisher letzte Nacht in der Jugendherberge im Stockbett verbracht hatten sind wir am nächsten Tag noch zum Fitz Roy getrekkt. Auch bei ganz gutem Wetter für Patagonien, wenngleich es deutlich schlechter wie am vorigen Tag war.














Über El Calafate zurück gings dann weiter wieder nach Chile nach Puerto Natales. Puerto Natales ist eine Touristenstadt, deren Aufgabe im Verkauf von Touren zum Torres del Paine Nationalpark liegt. Leider hatten wir bescheidenes Wetter und uns daher für eine Pensionistentour entschieden. Man hat uns zwar erzählt, dass ein paar Stunden Trekking dabei wären aber im Endeffekt sind wir insgesamt glaube ich keine Stunde "getrekkt". Aber was solls, ausser Nebel und Regen war nicht viel zu sehen, nur ein paar Tiere wie Füchse, Nandus und Guanakos.




















Weiter gings dann nach Punta Arenas der südlichsten Stadt am chilenischen Festland. Punta Arenas ist eine Stadt mit 125.000 EW und hat uns recht gut gefallen. Für uns war es aber nur ein Zwischenstop zu unserem letzten Ziel im Süden - Ushuaia auf Feuerland!

Nach einer 12 Stunden Busfahrt mit ca 2 Stunden Wartezeit an der Grenze zu Argentinien hatten wir es geschafft und sind gestern am Ende der Welt angekommen. Ushuaia ist eine Stadt mit 65.000 Einwohner, die hauptsächlich vom Tourismus lebt, vor allem Kreuzfahrtschiffe kommen hier her - und so ist auch das Preisniveau. Hier wohnen wir in der "Posada el fin del mundo" und fühlen uns recht wohl. Das Wetter hier war heute recht schön und wir hatten Sonnenschein am Nachmittag mit bis zu 20 Grad. In der Nacht kühlt es hier schon ziemlich ab - bis zu 0 Grad - und das bei kaltem Wind. Aber die Häuser sind extrem geheizt. Wir haben wahrscheinlich 28 Grad im Zimmer.
Heute haben wir uns eine Navigation im Beagle Kanal geleistet und sind zwischen dem argentinischen und chilenischen Teil von Feuerland herumgeschippert und haben Seelöwen sowie allerlei Vögel, Delphine und Pinguine gesehen.

















Wir werden noch ein paar Tage hier bleiben, bis wir die lange Fahrt in Richtung Norden antreten. Wahrscheinlich werden wir die 36 Stunden Busfahrt nach Bariloche in einem angehen.

Dienstag, 14. April 2009

Bienvenido en Chile

Danke fuer die vielen Kommentare - hat uns sehr gefreut, vor allem wieder von Sina, Daniela und Martin und Claudia und Matthias zu hoeren. Claudia bitte stell uns doch nochmal Eure Mailadresse in den Blog. Leider habe ich sie verschmissen und schon vergebens verbissen gesucht!!!! Dani und David - ueber Eure Kommentare freuen wir uns natuerlich immer!!!!

Unglaublich aber wahr, wir sind in Südamerika gelandet. Der Anflug von Santiago über die Ausläufer der Anden war sehr schön und die untergehende Sonne hat die Berge rosarot gefärbt und im Hintergrund erspähten wir die Gletscher die Anden. Irgendwie sehr beeindruckend und bewegend, wieder neues Territorium zu betreten.

Zwei Tage haben wir in der Hauptstadt, Santiago de Chile, verbracht. Santiago hat ca. 5 Millionen Einwohner und liegt in einem Bergbecken – diese Lage ist auch für den Smog verantwortlich, den vor allem Petra durch leichtes Kopfweh und Augenbrennen gespürt hat.
Zu sehen gibt es nicht so viel, aber ein paar nette, europäisch geprägte Gebäude und Plätze. Viel spannender war es für uns, ein erstes Gefühl vom Leben und der Kultur der Chilenos zu bekommen. Und was soll man sagen – die Menschen hier sind sehr nett, freundlich, offen und emotional. Für uns sehr interessant, da wir durch unsere Reise einen guten Vergleich zu den anderen bisher bereisten Ländern haben. Wir fühlen uns hier von den Menschen her sehr wohl, eigentlich kann man sagen am wohlsten bisher!

Das Essen in Chile schmeckt uns auch recht gut. Die Chilenos sind überzeugte Fleischfresser. Vegetarisch ist nicht angesagt und wahrscheinlich auch nicht so gut – aber Fleisch ist hier sehr gut und meist auch mehr als ausreichend portioniert. Nicht zu vergessen, der chilenische Rotwein, der hier noch mehr überzeugt als zu Hause. Auch das cerveza (Bier) ist recht trinkbar und wird nur in praktischen 1 Liter Flaschen serviert.

Von Santiago aus sind wir dann unsere 1. Busfahrt in Richtung Süden (ca. 600 km) angetreten. Nach 8 Stunden Busfahrt in einem tollen, luxuriösen Mercedesbus inklusive Toilette (die man auch benutzen kann) auf tollen Strassen durch beeindruckende Landschaft hatten wir Chillan erreicht. Dort gab es nicht viel und der 1. Kontakt mit chilenischen Hostels war auch in Ordnung (siehe Foto von aussen).
Unser Ziel am nächsten Tag (nach auch wieder 8 Stunden Busfahrt) war Pucon. Pucon ist ein Ort mit ca. 20000 EW, der vor allem bei chilenischen Touristen sehr beliebt ist, da es im chilenischen Teil des Seengebiet am Villarica See und am noch aktiven Volcano Villarica (2850 m) liegt. Im Bus dort hin wurde uns eine Familienunterkunft ans Herz gelegt, die wir dann gleich bezogen hatten. Mit solcher Gastfreundschaft haben wir nicht gerechnet! Für uns als coole Österreicher ist so eine herzliche Aufnahme in die Familie bisher unvorstellbar gewesen. Man fühlt sich dort wie daheim – und das sofort nach der Ankunft. Und wie soll es anders sein – dort haben wir wieder nette Menschen aus aller Welt (Schweiz, Urugay, Brasilien, Frankreich) kennengelernt und nette Tage gemeinsam verbracht!

Ein paar Eindrücke zur Landschaft dort seht ihr auf den Fotos. Es ist noch einmal eine Steigerung zu dem bisher gesehenen und gefällt uns bisher alles in allem am besten hier. Einziger Nachteil hier ist – man braucht spanisch! Unsere Spanischkenntnisse sind noch nicht sehr ausgeprägt und bewaffnet mit Wörterbuch und mit Händen und Füssen versuchen wir uns zu verständigen. But it works!

Von Pucon sind wir dann via Osorno über die Anden mit dem Bus nach Bariloche (in Argentinien) gefahren. Die Busfahrt führte durch wunderbare, menschenleere Landschaft bestehend aus Bergen, Wäldern und Seen und die Abwicklung an der Grenze war recht organisiert und problemlos. Jetzt sind wir in Bariloche, welches für Winter- als auch Sommertourismus sehr berühmt und daher auch relativ teuer ist. Hier werden wir unsere Spanischkenntnisse noch perfektionieren, damit wir in Richtung Süden aufbrechen können.

Dienstag, 7. April 2009

Tahiti - der Mythos vom Paradies in der Südsee


Die Erwartungen, die wir in Tahiti gesetzt haben, wurden definitiv nicht erfüllt. Tahiti ist nicht das Paradies, dass man sich vorstellt.

Aber Tahiti ist nicht nur für negative Überraschungen gut. Wie solls anders sein, am Flughafen von Papeete haben wir Daniela und Martin (eine Ex Schulkollegin Petras) getroffen, die am Weg nach Südamerika waren! Liebe Grüsse an Euch beide!

Einmal das Gute an der Insel: Tahitis Landschaft und Flora, sowie das Meer sind wunderschön. Es gibt grüne Dschungelberge (über 2000m hoch), alles blüht in den tollsten Farben und das Meer ist so klar, dass man die buntesten Fische mit freiem Auge sieht.
Tja und es gibt auch Nachteile. Die erste Überraschung hatte Tahiti für uns am Flughafen bereit – die Taxifahrt kostete uns 100 USD, wobei wir schon von 150 USD runterhandeln mussten. Diese negative Erfahrung hat sich leider fortgesetzt – Tahiti ist sauteuer! Mindestens so teuer wie Paris! Man fragt sich aber die meiste Zeit, wofür man den hohen Preis zahlt. Papeete zum Beispiel ist eine der uncharmantesten, schlampigsten und lieblosesten Städte, die wir je gesehen haben. Leider setzt sich das auf der Insel fort. Die meiste Zeit glaubt man sich eher in einem Slum in Indien, als in der Südsee zu befinden.
Zu unserem Erstaunen sind auch die Einheimischen hier vergleichbar freundlich wie die Franzosen in Frankreich!


Aber das Gute an der Sache ist, wir haben wieder mal nette Menschen kennen gelernt und Nachmittage sowie Abende plaudernd und Bier trinkend gemütlich verbracht. Liebe Grüsse nach Tokio an Sina und Roman and greetings to Finnland Jessie and Eloisa!!!



Das Tahiti keine tollen Strände bietet, haben wir gewusst, aber leider kann man sich auch sonst nix anschauen. Trotz teuerem Leihauto (Tagespreis ist für das kleinste Auto so hoch wie der 10m lange Camper in Alaska) sieht man nix, weil angeschrieben oder beschrieben ist hier gar nichts und die richtige Straße zu finden Glückssache. Findet man dann die Straße zum Aussichtspunkt, landet man ziemlich sicher an einer Mülldeponie.
Also, nach Tahiti zu fliegen können wir keinem empfehlen, weil gibt es genug und die meisten viel billiger als Tahiti bzw. zumindest ihr Geld wert. Tahiti ohne den Einfluss von Menschen bzw. besser organisiert und touristisch aufbereitet wäre der Inseltraum, den man sich vorstellt.











Wir sind daher nicht traurig, dass wir nun schon in Chile angekommen sind. Nachdem wir die Wartezeit am Flughafen mit ein paar Bierchen und unseren finnischen Freunden Jessie und Eloisa überbrückt haben, hatten wir einen tollen Flug mit Zwischenstop auf der Osterinsel und sind gestern Abend in Santiago de Chile angekommen. Nach einem tollen Abendessen und gutem Wein werden wir heute die Stadt unsicher machen, bevor es weiter Richtung Süden geht.

Greetings to Finnland - Jessie and Eloisa thanks for the great time and we hope to meet again!

Montag, 6. April 2009

Wai o tapu - im Wunderland Neuseelands


Von Gisborne sind wir in Richtung East coast aufgebrochen, mit dem Ziel auf Mahia den wilden Delphin zu besuchen. Und wir hatten Glück, es war wirklich ein wilder Delphin in Strandnähe, der mit den Menschen dort gespielt hat. Der Knackpunkt war, dass es saukalt und windig war und die meisten im Neoprenanzug im Wasser waren. Den hatten wir nicht dabei und auch nicht den Mut, einfach ins Wasser zu laufen. Also haben wir zugesehen.

Nachdem die Wettervoraussichten für die East coast nicht so blendend waren, haben wir beschlossen, wieder ins Landesinnere zu fahren und dort unser Glück mit Sonne zu versuchen. Und es hat geklappt, wir hatten noch einige schöne, warme und sonnige Tage in Rotorua.

Rotorua ist das Touristenzentrum Neuseelands, wo man so ziemlich alles machen kann. Sämtliche Parks, Adventure Trips, Bungee Jumps und Maori Villages, sowie der ständige Hauch von Schwefelduft über der Stadt warten auf den zahlenden Besucher. Aber nicht nur das, in der Umgebung gibt es viele Seen, den Reedwood Forest, den Rainbow Mountain wo man toll wandern kann. Und das haben wir auch gemacht!
Um nicht ganz ohne Attraktion rauszufahren haben wir uns das Wonderland – Wai o tapu noch angeschaut. Ein riesiger Park, wo man sämtliche geothermische Aktivitäten aus Neuseeland auf dem Teller präsentiert kriegt. Es war zwar jetzt nicht der Überhammer, aber ganz nett zum ansehen. Vor allem die überall vor sich hin blubbernden Mud pools, die wirklich sehr heiß sind (ich habe natürlich hineingegriffen) waren beeindruckend. Aber ein Park reicht und den Rest von Neuseeland kann man sich auch ohne Eintritt zu zahlen anschauen.






Von Rotorua gings nach Hamilton, wo wir noch einmal unsere Einkaufslust gestillt haben und uns mit tollen und günstigen

Beachklamotten aus dem Surfshop eingedeckt haben.


Der nächste, und leider auch schon letzte Stop war Auckland. Die Stadt ist nett und wir hatten ein tolles Hotel im Zentrum gleich neben dem Skytower.



Den Turm sind wir natürlich bis auf ca. 190 m hochgefahren und das mit einem Lift, der offene Sicht bietet. Ganz kurz ist mir ganz komisch geworden, vor allem auch, weil oben auf der Besuchsplattform statt Bodenplatten teilweise Glas verwendet wurde – da draufsteigen – unmöglich für mich.





Nachd
em wir kräftig im Hotel Fitnesscenter trainiert haben und den Komfort eines 4-Stern Hotels mit Drinks an der Bar genossen haben gings am nächsten Tag weiter nach Tahiti – in die Südsee.

Freitag, 20. März 2009

Walking auf den Great Walks

Wir haben uns auf dem Weg in den Norden der Südinsel noch die Pancake Rocks und Nelson angesehen, wo wir auch wieder einmal neuseeländischen Wein und Weingüter genossen haben.


Das nächste große Ziel waren die Marlborough Sounds im Norden der Südinsel. Nach längerem hin und her und abwarten, ob das Wetter doch noch schöner und beständiger wird, haben wir uns entschieden, zumindest einen Teil eines Great Walks zu machen. Der Queen Charlotte Treck in den Marlborough Sounds ist ein 71 km Track (normal 3-5 Tage) der zwischen dem Queen Charlotte und dem Kenepuru Sound verläuft. Dorthin kommt man nur mit dem Wassertaxi und retour natürlich auch. Für Tagestrecks gabs verschiedene Optionen - wir haben der Herausforderung ist Auge gesehen und uns für die längstmögliche Etappe (24,6km) entschieden. Etwas mulmig war, zumindest mir, schon, als wir die Einzigen waren, die in der Früh ausgestiegen sind. Und so hatten wir für unsere Strecke bis um 16.30 Uhr Zeit, weil dann holt uns das Wassertaxi am Ende des Trecks und ansonsten müssen wir halt eine Nacht in den Sounds bleiben. Der Track war traumhaft schön, das Wetter hat gehalten und wir waren überpünktlich und müde am Punga Cove angekommen und sogar noch Zeit für Kakao und Kaffee bevor wir abgeholt wurden.



Unser nächstes Vorhaben - whalewatching - ist leider nach zweimaligem Versuchen ins Wasser gefallen. Erst sind die Wale zu weit draussen gewesen und dann war die See zu rauh.
Also sind wir nachdem wir die Gegend zu Fuss erkundet hatten weitergefahren - in Richtung Nordinsel.
Mit dem Camper gings auf bzw. in die Fähre und nachdem wir geparkt hatten, haben wir natürlich das Observation Deck aufgesucht. In den Sounds war es auch total schön in der Sonne und an der Luft, aber als wir das offene Meer erreichten, wurde der Wind etwas stärker und wir haben das Cafe aufgesucht. Für unsere Verhältnisse hatten wir doch spürbaren Seegang und ich war recht froh die Notfalltabletten von Margot bei mir zu haben, aber irgendwie hat es funktioniert und wir sind gut erhalten in Wellington angekommen.
Dort haben wir uns ein Zimmer geleistet und den Luxus eines Hotels genossen. Wellington ist eine sehr charmante Stadt, hat uns sehr gut gefallen und natürlich gib es dort auch schon wieder tolle Shoppingmöglichkeiten. Vor allem Surf- und Outdoorbekleidung ist hier sehr viel günstiger als bei uns.







Von Wellington gings dann zu unserem nächsten größeren Ziel, dem Tongario Nationalpark. Ein paar sportliche Tage waren die Folge. Wir sind die Wanganui river road gefahren - mit zahlreichen Walks, waren auf der Ohakune Mountain Road und in Whakapapa Village unterwegs und als Krönung haben wir das Tongario Alpine Crossing gemacht. Im gesamten Nationalpark hatten wir tolles Wetter und speziell beim Crossing war dies ziemliches Glück und grandios.
Das Tongario Alpine Crossing ist laut Lonely Planet der schönste Daytrack und einer der Great Walks in Neuseeland - und das nicht zu unrecht. Quer über die Vulkanlandschaft sieht man unter anderem auf den Vulkan, der in Herr der Ringe maßgeblich war. In der Früh, als wir um 8.45 Uhr beim Start aufgebrochen sind, war es eine richtige Volkswanderung. Unglaublich, soviele Menschen (verschiedenen Alters, Ausrüstung und Fitness) die die 19,5 km Tagesetappe über ca. 800 Höhenmeter in Angriff nahmen. Sehr beeindruckend, aber in der Gruppe zu gehen war nicht unsere Vorstellung, also haben wir Gas gegeben und hatten die gesamte Strecke unter der Mindestzeit in 5h und 15 min geschafft!





















































Heute sind wir am Lake Taupo, dem größten See Neuseelands und hatten am Weg hierher in der Früh einen tollen Spaziergang rund um einen kleinen Waldsee mit einsamen Stränden, wo wir die Einzigen waren!
Morgen geht es weiter in Richtung East Cost, wo wir am Weg dorthin wieder ein Weingut besuchen werden. Der neuseeländische Wein, vor allem der Sauvignon Blanc, ist sehr gut und eigentlich recht günstig!

Montag, 9. März 2009

Neuseeland, dass Paradies am Ende der Welt

Nachdem wir uns gehörig vom schwülen und doch schon etwas stickigen und stinkigen (wir wurden leider Zeuge von Kanalarbeiten) Bangkok verabschiedet haben gings wieder zurück in die westliche Welt und zwar nach Syndey. Weil das Einkaufen am Flughafen in Bangkok so toll war, hätten wir fast unseren Flug verpasst, aber was machts, 400 Leute können ja wohl mal auf uns warten!
Sydney ist eine traumhaft schöne Stadt und nachdem Nachtflug waren wir zwei Tage lang zu Fuss auf Sydneyerkundung unterwegs. Sehr nette und offene Menschen und alles ist uns sehr organisiert und sauber vorgekommen. Natürlich haben wir auch wieder westliches Essen und australischen Rotwein genossen.
















Dann gings weiter nach Christchurch. Dort hatten wir einerseits mit dem Jetlag (sind nocheinmal 6 Stunden zu Bangkok) und andererseits mit der Essens- und Kulturumstellung zu kämpfen. In fast 4 Monaten Asien gewöhnt man sicher erstens an das leichte und fleischarme Essen als auch an den Tumult und an das Chaos.
Der grobe Unterschied zwischen den Menschen in Asien und Neuseeland ist, dass in Asien immer ständig einer etwas von dir will und du meist nur auf Deffensive bist. Hingegen sind die Neuseeländer zwar sehr freundlich und höflich aber etwas "britisch reserviert", also muss man mehr in die Offensive. Aber auch das war nicht wirklich ein Problem und wir haben Neuseeland sehr lieb gewonnen!
Am nächsten Tag gings unser neues Heim für die nächsten 4 Wochen abzuholen. Nach einer Einschulung und einem Einkauf im Supermarkt gings los - ein tolles Gefühl nicht mehr im Bus zu sein, sondern selbst für die Routenplanung verantwortlich zu sein. Auch unsere Rücken sind sehr dankbar, weil sie nicht mehr ständig den Rucksack herumschleppen müssen. Und die ewige Packerei geht einem dann doch mal auf den Geist. Weil komischerweise hat man immer das was man gerade braucht ganz unten im Rucksack!
Bezogen auf Natur und Landschaft ist Neuseeland (wir waren bisher nur auf der Südinsel unterwegs) wohl das grandioseste was wir bisher gesehen haben. Es ist unglaublich wie viele beeindruckende, einmalige und höchst unterschiedliche Landschaften auf so engem Raum vorhanden sind - aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte - wir haben einige der Besten unten für euch angefügt. Und als Draufgabe gibt es wenig Orte, Menschen und Häuser und viel mehr Schafe und Kühe. In Neuseeland kommen 10 Schafe auf einen Menschen - dass heißt 40 Millionen Schafe!!! Eigentlich wie gesagt - das Paradies für Petra!

Es ging von Christchurch Richtung Süden und gestartet haben waren wir im Peel Forest, wo wir unsere erste Nacht im Camper verbracht haben und dann sind wir weiter Lake Tekapo, einem türkisblauen See umgeben von Bergen und Wäldern. Weiter gings zum Mount Cook und wir hatten tolles Wetter (was in Neuseeland nicht selbstverständlich ist). Der Mount Cook ist der höchste Berg Neuseelands mit 3754 m. Vom Mount Cook gings nach Queenstown, einer tollen Stadt (mit 8500 Einwohnern) am See und in den Bergen. Im Winter kann man dort super skifahren. Zu Stefans Bedauern - und Petras Glück - liegt noch kein Schnee und wir mussten keinen Sturz riskieren. Am nächsten Tag gings zum berühmten Milford Sound. Dort wollten wir - wie bisher auch - möglichst viele Walks machen, aber es hat nicht nur geregnet, sondern geschüttet und unsere Ausrüstung hat nicht standgehalten und nass bis auf die Knochen haben wir bei der Hälfte abgebrochen. Der nächste Stop war in Wanaka, wieder einem netten Ort am See und in den Bergen - ganze 3500
Einwohner zählt der Ort. Dort haben wir uns in erster Linie mit wetterfester Ausrüstung eingedeckt, kostet ungefähr die Hälfte wie bei uns. Von dort aus gings weiter zu den
Gletschern! Wir hatten ziemliches Glück und durften den Fox
Glacier als auch den Franz Joseph Glacier ohne Regen besichtigen. Und das war beeindruckend. Die Gletscher liegen umgeben vom Regenwald und enden nur einige Kilometer vor dem Meer - unvorstellbar! Heute sind wir in Murchison, einem Ort zwischen
Westport und Nelson. Am Weg haben wir noch die Pancake Rocks besichtigt, welche ein beeindruckendes Beispiel für die Kraft des Meeres und des Windes sind.
Bisher sind wir vom Land der Kiwi sehr beeindruckt, vor allem auch von der Sauberkeit überall. Es liegt hier nicht einmal etwas auf der Straße, auch keine Zigarettenstummel! In Neuseeland unterwegs zu sein ist auch nicht so teuer, wie wir uns gedacht haben. Im Camper kann man sich toll selber versorgen, die Supermärkte haben ein ähnlich großes Sortiment wie in Amerika und teure Ausflüge kann man sich ersparen, in dem man einfach alles zu Fuss besichtigt. Und walken kann man hier überall stunden- sogar tagelang. Bisher haben wir noch keinen der Great walks (3-5 Tage) geschafft, aber wenn das Wetter passt, werden wir noch einen gehen.
Morgen brechen wir in Richtung Nordküste der Südinsel auf, wo wir noch ein paar Fixpunkte, wie die Marlborough Sounds, die Marlborough Weingegend und Kaikoura (wo wir Moby Dick hoffentlich sehen werden) haben, bevor es weiter auf die Nordinsel geht.