Dienstag, 7. April 2009

Tahiti - der Mythos vom Paradies in der Südsee


Die Erwartungen, die wir in Tahiti gesetzt haben, wurden definitiv nicht erfüllt. Tahiti ist nicht das Paradies, dass man sich vorstellt.

Aber Tahiti ist nicht nur für negative Überraschungen gut. Wie solls anders sein, am Flughafen von Papeete haben wir Daniela und Martin (eine Ex Schulkollegin Petras) getroffen, die am Weg nach Südamerika waren! Liebe Grüsse an Euch beide!

Einmal das Gute an der Insel: Tahitis Landschaft und Flora, sowie das Meer sind wunderschön. Es gibt grüne Dschungelberge (über 2000m hoch), alles blüht in den tollsten Farben und das Meer ist so klar, dass man die buntesten Fische mit freiem Auge sieht.
Tja und es gibt auch Nachteile. Die erste Überraschung hatte Tahiti für uns am Flughafen bereit – die Taxifahrt kostete uns 100 USD, wobei wir schon von 150 USD runterhandeln mussten. Diese negative Erfahrung hat sich leider fortgesetzt – Tahiti ist sauteuer! Mindestens so teuer wie Paris! Man fragt sich aber die meiste Zeit, wofür man den hohen Preis zahlt. Papeete zum Beispiel ist eine der uncharmantesten, schlampigsten und lieblosesten Städte, die wir je gesehen haben. Leider setzt sich das auf der Insel fort. Die meiste Zeit glaubt man sich eher in einem Slum in Indien, als in der Südsee zu befinden.
Zu unserem Erstaunen sind auch die Einheimischen hier vergleichbar freundlich wie die Franzosen in Frankreich!


Aber das Gute an der Sache ist, wir haben wieder mal nette Menschen kennen gelernt und Nachmittage sowie Abende plaudernd und Bier trinkend gemütlich verbracht. Liebe Grüsse nach Tokio an Sina und Roman and greetings to Finnland Jessie and Eloisa!!!



Das Tahiti keine tollen Strände bietet, haben wir gewusst, aber leider kann man sich auch sonst nix anschauen. Trotz teuerem Leihauto (Tagespreis ist für das kleinste Auto so hoch wie der 10m lange Camper in Alaska) sieht man nix, weil angeschrieben oder beschrieben ist hier gar nichts und die richtige Straße zu finden Glückssache. Findet man dann die Straße zum Aussichtspunkt, landet man ziemlich sicher an einer Mülldeponie.
Also, nach Tahiti zu fliegen können wir keinem empfehlen, weil gibt es genug und die meisten viel billiger als Tahiti bzw. zumindest ihr Geld wert. Tahiti ohne den Einfluss von Menschen bzw. besser organisiert und touristisch aufbereitet wäre der Inseltraum, den man sich vorstellt.











Wir sind daher nicht traurig, dass wir nun schon in Chile angekommen sind. Nachdem wir die Wartezeit am Flughafen mit ein paar Bierchen und unseren finnischen Freunden Jessie und Eloisa überbrückt haben, hatten wir einen tollen Flug mit Zwischenstop auf der Osterinsel und sind gestern Abend in Santiago de Chile angekommen. Nach einem tollen Abendessen und gutem Wein werden wir heute die Stadt unsicher machen, bevor es weiter Richtung Süden geht.

Greetings to Finnland - Jessie and Eloisa thanks for the great time and we hope to meet again!

Montag, 6. April 2009

Wai o tapu - im Wunderland Neuseelands


Von Gisborne sind wir in Richtung East coast aufgebrochen, mit dem Ziel auf Mahia den wilden Delphin zu besuchen. Und wir hatten Glück, es war wirklich ein wilder Delphin in Strandnähe, der mit den Menschen dort gespielt hat. Der Knackpunkt war, dass es saukalt und windig war und die meisten im Neoprenanzug im Wasser waren. Den hatten wir nicht dabei und auch nicht den Mut, einfach ins Wasser zu laufen. Also haben wir zugesehen.

Nachdem die Wettervoraussichten für die East coast nicht so blendend waren, haben wir beschlossen, wieder ins Landesinnere zu fahren und dort unser Glück mit Sonne zu versuchen. Und es hat geklappt, wir hatten noch einige schöne, warme und sonnige Tage in Rotorua.

Rotorua ist das Touristenzentrum Neuseelands, wo man so ziemlich alles machen kann. Sämtliche Parks, Adventure Trips, Bungee Jumps und Maori Villages, sowie der ständige Hauch von Schwefelduft über der Stadt warten auf den zahlenden Besucher. Aber nicht nur das, in der Umgebung gibt es viele Seen, den Reedwood Forest, den Rainbow Mountain wo man toll wandern kann. Und das haben wir auch gemacht!
Um nicht ganz ohne Attraktion rauszufahren haben wir uns das Wonderland – Wai o tapu noch angeschaut. Ein riesiger Park, wo man sämtliche geothermische Aktivitäten aus Neuseeland auf dem Teller präsentiert kriegt. Es war zwar jetzt nicht der Überhammer, aber ganz nett zum ansehen. Vor allem die überall vor sich hin blubbernden Mud pools, die wirklich sehr heiß sind (ich habe natürlich hineingegriffen) waren beeindruckend. Aber ein Park reicht und den Rest von Neuseeland kann man sich auch ohne Eintritt zu zahlen anschauen.






Von Rotorua gings nach Hamilton, wo wir noch einmal unsere Einkaufslust gestillt haben und uns mit tollen und günstigen

Beachklamotten aus dem Surfshop eingedeckt haben.


Der nächste, und leider auch schon letzte Stop war Auckland. Die Stadt ist nett und wir hatten ein tolles Hotel im Zentrum gleich neben dem Skytower.



Den Turm sind wir natürlich bis auf ca. 190 m hochgefahren und das mit einem Lift, der offene Sicht bietet. Ganz kurz ist mir ganz komisch geworden, vor allem auch, weil oben auf der Besuchsplattform statt Bodenplatten teilweise Glas verwendet wurde – da draufsteigen – unmöglich für mich.





Nachd
em wir kräftig im Hotel Fitnesscenter trainiert haben und den Komfort eines 4-Stern Hotels mit Drinks an der Bar genossen haben gings am nächsten Tag weiter nach Tahiti – in die Südsee.

Freitag, 20. März 2009

Walking auf den Great Walks

Wir haben uns auf dem Weg in den Norden der Südinsel noch die Pancake Rocks und Nelson angesehen, wo wir auch wieder einmal neuseeländischen Wein und Weingüter genossen haben.


Das nächste große Ziel waren die Marlborough Sounds im Norden der Südinsel. Nach längerem hin und her und abwarten, ob das Wetter doch noch schöner und beständiger wird, haben wir uns entschieden, zumindest einen Teil eines Great Walks zu machen. Der Queen Charlotte Treck in den Marlborough Sounds ist ein 71 km Track (normal 3-5 Tage) der zwischen dem Queen Charlotte und dem Kenepuru Sound verläuft. Dorthin kommt man nur mit dem Wassertaxi und retour natürlich auch. Für Tagestrecks gabs verschiedene Optionen - wir haben der Herausforderung ist Auge gesehen und uns für die längstmögliche Etappe (24,6km) entschieden. Etwas mulmig war, zumindest mir, schon, als wir die Einzigen waren, die in der Früh ausgestiegen sind. Und so hatten wir für unsere Strecke bis um 16.30 Uhr Zeit, weil dann holt uns das Wassertaxi am Ende des Trecks und ansonsten müssen wir halt eine Nacht in den Sounds bleiben. Der Track war traumhaft schön, das Wetter hat gehalten und wir waren überpünktlich und müde am Punga Cove angekommen und sogar noch Zeit für Kakao und Kaffee bevor wir abgeholt wurden.



Unser nächstes Vorhaben - whalewatching - ist leider nach zweimaligem Versuchen ins Wasser gefallen. Erst sind die Wale zu weit draussen gewesen und dann war die See zu rauh.
Also sind wir nachdem wir die Gegend zu Fuss erkundet hatten weitergefahren - in Richtung Nordinsel.
Mit dem Camper gings auf bzw. in die Fähre und nachdem wir geparkt hatten, haben wir natürlich das Observation Deck aufgesucht. In den Sounds war es auch total schön in der Sonne und an der Luft, aber als wir das offene Meer erreichten, wurde der Wind etwas stärker und wir haben das Cafe aufgesucht. Für unsere Verhältnisse hatten wir doch spürbaren Seegang und ich war recht froh die Notfalltabletten von Margot bei mir zu haben, aber irgendwie hat es funktioniert und wir sind gut erhalten in Wellington angekommen.
Dort haben wir uns ein Zimmer geleistet und den Luxus eines Hotels genossen. Wellington ist eine sehr charmante Stadt, hat uns sehr gut gefallen und natürlich gib es dort auch schon wieder tolle Shoppingmöglichkeiten. Vor allem Surf- und Outdoorbekleidung ist hier sehr viel günstiger als bei uns.







Von Wellington gings dann zu unserem nächsten größeren Ziel, dem Tongario Nationalpark. Ein paar sportliche Tage waren die Folge. Wir sind die Wanganui river road gefahren - mit zahlreichen Walks, waren auf der Ohakune Mountain Road und in Whakapapa Village unterwegs und als Krönung haben wir das Tongario Alpine Crossing gemacht. Im gesamten Nationalpark hatten wir tolles Wetter und speziell beim Crossing war dies ziemliches Glück und grandios.
Das Tongario Alpine Crossing ist laut Lonely Planet der schönste Daytrack und einer der Great Walks in Neuseeland - und das nicht zu unrecht. Quer über die Vulkanlandschaft sieht man unter anderem auf den Vulkan, der in Herr der Ringe maßgeblich war. In der Früh, als wir um 8.45 Uhr beim Start aufgebrochen sind, war es eine richtige Volkswanderung. Unglaublich, soviele Menschen (verschiedenen Alters, Ausrüstung und Fitness) die die 19,5 km Tagesetappe über ca. 800 Höhenmeter in Angriff nahmen. Sehr beeindruckend, aber in der Gruppe zu gehen war nicht unsere Vorstellung, also haben wir Gas gegeben und hatten die gesamte Strecke unter der Mindestzeit in 5h und 15 min geschafft!





















































Heute sind wir am Lake Taupo, dem größten See Neuseelands und hatten am Weg hierher in der Früh einen tollen Spaziergang rund um einen kleinen Waldsee mit einsamen Stränden, wo wir die Einzigen waren!
Morgen geht es weiter in Richtung East Cost, wo wir am Weg dorthin wieder ein Weingut besuchen werden. Der neuseeländische Wein, vor allem der Sauvignon Blanc, ist sehr gut und eigentlich recht günstig!

Montag, 9. März 2009

Neuseeland, dass Paradies am Ende der Welt

Nachdem wir uns gehörig vom schwülen und doch schon etwas stickigen und stinkigen (wir wurden leider Zeuge von Kanalarbeiten) Bangkok verabschiedet haben gings wieder zurück in die westliche Welt und zwar nach Syndey. Weil das Einkaufen am Flughafen in Bangkok so toll war, hätten wir fast unseren Flug verpasst, aber was machts, 400 Leute können ja wohl mal auf uns warten!
Sydney ist eine traumhaft schöne Stadt und nachdem Nachtflug waren wir zwei Tage lang zu Fuss auf Sydneyerkundung unterwegs. Sehr nette und offene Menschen und alles ist uns sehr organisiert und sauber vorgekommen. Natürlich haben wir auch wieder westliches Essen und australischen Rotwein genossen.
















Dann gings weiter nach Christchurch. Dort hatten wir einerseits mit dem Jetlag (sind nocheinmal 6 Stunden zu Bangkok) und andererseits mit der Essens- und Kulturumstellung zu kämpfen. In fast 4 Monaten Asien gewöhnt man sicher erstens an das leichte und fleischarme Essen als auch an den Tumult und an das Chaos.
Der grobe Unterschied zwischen den Menschen in Asien und Neuseeland ist, dass in Asien immer ständig einer etwas von dir will und du meist nur auf Deffensive bist. Hingegen sind die Neuseeländer zwar sehr freundlich und höflich aber etwas "britisch reserviert", also muss man mehr in die Offensive. Aber auch das war nicht wirklich ein Problem und wir haben Neuseeland sehr lieb gewonnen!
Am nächsten Tag gings unser neues Heim für die nächsten 4 Wochen abzuholen. Nach einer Einschulung und einem Einkauf im Supermarkt gings los - ein tolles Gefühl nicht mehr im Bus zu sein, sondern selbst für die Routenplanung verantwortlich zu sein. Auch unsere Rücken sind sehr dankbar, weil sie nicht mehr ständig den Rucksack herumschleppen müssen. Und die ewige Packerei geht einem dann doch mal auf den Geist. Weil komischerweise hat man immer das was man gerade braucht ganz unten im Rucksack!
Bezogen auf Natur und Landschaft ist Neuseeland (wir waren bisher nur auf der Südinsel unterwegs) wohl das grandioseste was wir bisher gesehen haben. Es ist unglaublich wie viele beeindruckende, einmalige und höchst unterschiedliche Landschaften auf so engem Raum vorhanden sind - aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte - wir haben einige der Besten unten für euch angefügt. Und als Draufgabe gibt es wenig Orte, Menschen und Häuser und viel mehr Schafe und Kühe. In Neuseeland kommen 10 Schafe auf einen Menschen - dass heißt 40 Millionen Schafe!!! Eigentlich wie gesagt - das Paradies für Petra!

Es ging von Christchurch Richtung Süden und gestartet haben waren wir im Peel Forest, wo wir unsere erste Nacht im Camper verbracht haben und dann sind wir weiter Lake Tekapo, einem türkisblauen See umgeben von Bergen und Wäldern. Weiter gings zum Mount Cook und wir hatten tolles Wetter (was in Neuseeland nicht selbstverständlich ist). Der Mount Cook ist der höchste Berg Neuseelands mit 3754 m. Vom Mount Cook gings nach Queenstown, einer tollen Stadt (mit 8500 Einwohnern) am See und in den Bergen. Im Winter kann man dort super skifahren. Zu Stefans Bedauern - und Petras Glück - liegt noch kein Schnee und wir mussten keinen Sturz riskieren. Am nächsten Tag gings zum berühmten Milford Sound. Dort wollten wir - wie bisher auch - möglichst viele Walks machen, aber es hat nicht nur geregnet, sondern geschüttet und unsere Ausrüstung hat nicht standgehalten und nass bis auf die Knochen haben wir bei der Hälfte abgebrochen. Der nächste Stop war in Wanaka, wieder einem netten Ort am See und in den Bergen - ganze 3500
Einwohner zählt der Ort. Dort haben wir uns in erster Linie mit wetterfester Ausrüstung eingedeckt, kostet ungefähr die Hälfte wie bei uns. Von dort aus gings weiter zu den
Gletschern! Wir hatten ziemliches Glück und durften den Fox
Glacier als auch den Franz Joseph Glacier ohne Regen besichtigen. Und das war beeindruckend. Die Gletscher liegen umgeben vom Regenwald und enden nur einige Kilometer vor dem Meer - unvorstellbar! Heute sind wir in Murchison, einem Ort zwischen
Westport und Nelson. Am Weg haben wir noch die Pancake Rocks besichtigt, welche ein beeindruckendes Beispiel für die Kraft des Meeres und des Windes sind.
Bisher sind wir vom Land der Kiwi sehr beeindruckt, vor allem auch von der Sauberkeit überall. Es liegt hier nicht einmal etwas auf der Straße, auch keine Zigarettenstummel! In Neuseeland unterwegs zu sein ist auch nicht so teuer, wie wir uns gedacht haben. Im Camper kann man sich toll selber versorgen, die Supermärkte haben ein ähnlich großes Sortiment wie in Amerika und teure Ausflüge kann man sich ersparen, in dem man einfach alles zu Fuss besichtigt. Und walken kann man hier überall stunden- sogar tagelang. Bisher haben wir noch keinen der Great walks (3-5 Tage) geschafft, aber wenn das Wetter passt, werden wir noch einen gehen.
Morgen brechen wir in Richtung Nordküste der Südinsel auf, wo wir noch ein paar Fixpunkte, wie die Marlborough Sounds, die Marlborough Weingegend und Kaikoura (wo wir Moby Dick hoffentlich sehen werden) haben, bevor es weiter auf die Nordinsel geht.
































Mittwoch, 25. Februar 2009

Kambodscha - im Land der Khmer und des Angkor Wat









Von Bangkok aus gings wiedermal mit dem Bus zum nächsten Ziel – Poipet, der erste Ort in Kambodscha nach der Grenze. Das faszinierende an Kambodscha waren wiedermal die Menschen, die ähnlich wie die Inder sehr clever und interessiert sind - wir haben den Kontakt sehr genossen!!!







Der Bus von Bangkok aus ist berühmtberüchtigt und alles, was wir so gehört und gelesen haben, hat sich bestätigt. Es ist eine einzige Touristenabzocke. Aber wir haben es ja gewusst und haben so bald wir in der Nähe der Grenze waren unser Gepäck genommen und uns per Tuk Tuk auf zur Ausreise aus Thailand gemacht. Nach einiger Wartezeit, zweimal hin und her in Poipet hatten wir es geschafft und waren individuell in Kambodscha eingereist – es geht auch ohne Hilfe!

Poipet ist ein Ort, wo man schnell wieder weg will und so haben wir uns ein Taxi nach Battambang genommen. Nach einigen verhandeln hatten wir es geschafft, in ca. 2 Stunden waren wir ohne Zwischenstop, Guide oder Shop angekommen.

Battambang ist die zweitgrößte Stadt Kambodschas und gibt touristisch nicht allzu viel her, aber dafür kann man das kambodschanische Leben kennen lernen. Grund für den Aufenthalt in Battambang war jedoch die berühmte Bootsfahrt von dort nach Siem Reap. Beim Kauf der Tickets wurde uns versichert, dass wir am nächsten Tag nach einer Fahrtzeit von höchstens 6 Stunden um 2pm in Siem Reap ankommen würden. Im Endeffekt waren es dann 10 Stunden Fahrt auf einem Holzbankerl sitzend, das mehr für die Körperausmaße eines Asiaten geschaffen war. Die Fahrt selber war spannend und sehr interessant. Unser Boot war natürlich auch mit Obst, Gemüse und Reissäcken beladen und wir wurden Zeuge beim Ein- und Ausladen und Verschiffen. Man hat einen guten Einblick in das Leben der Menschen von und am und mit dem Wasser bekommen. Die Menschen sind sehr freundlich und einen großen Teil der Zeit haben wir damit verbracht, den hinterherlaufenden Kindern zu winken!




In Siem Reap angekommen, war es das ganz normale Chaos zwischen Touristen, Gepäck und hunderten von Tuk Tuk Fahrern die ein Geschäft für die nächsten Tage witterten. Natürlich hatten wir auch einen, der uns auch dann gleich die nächsten drei Tage verplant hat.
Bei ca. 40 Grad Celsius haben wir schwitzender 3 Tage lang die großartigste Tempelanlage und das größte religiöse Bauwerk der Welt, den die Tempel von Angkor besichtigt. Die Ausmaße sind unglaublich! Die berühmtesten Tempel davon sind der Angkor Wat, Angkor Thom mit dem Bayon und der Ta Prohm (Dschungeltempel aus Tomb Raider). Alleine die alte Stadt Angkor Thom hat ein Ausmaß von 10 km². Wir waren sehr beeindruckt von den imposanten Ruinen im kambodschanischen Dschungel und haben die – wenn auch anstrengende Zeit – sehr genossen. Angkor Wat muss man unbedingt einmal gesehen haben – es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt! Fasziniert haben uns rund um die Tempel auch die Kinder, die ab ca. 6 Jahren Postkarten, T-shirts und kalte Getränke um 1 USD verkaufen, einem alle möglichen europäischen Hauptstädte aufzählen können und meist sogar sämtlichen gängigen Sprachen wie Deutsch, Englisch, Russisch, Spanisch gewachsen sind!



















Per Bus (juhuu unsere vorläufig letzte Busfahrt) ging’s dann weiter nach Phnom Penh, wo wir uns ein Hotel geleistet haben und ganz ohne Sightseeing einen Entspannungstag eingelegt haben. Heute werden wir uns von Bangkok verabschieden und weiter nach Sydney fliegen!


Im Endeffekt kann man sagen, dass die fast 4 Monate Asien sehr wichtig für uns waren und man als Europäer Einiges vom asiatischen way of life lernen kann. Hier ein paar wichtige Dinge, die wir persönlich aus Asien mitnehmen werden:

- Erfolgreich im Leben sein, heißt mit dem glücklich zu sein, was man hat!
- Glück ist nicht abhängig von materiellen Werten! Nicht jeder der reich ist, ist glücklich und wir haben viele Menschen gesehen, die nach westlichen Denken arm sind, aber sehr glücklich wirken.
- Ein Lächeln ist der schnellste und schönste Weg um mit Menschen Kontakt aufzunehmen!
- An das Gute im Menschen zu glauben (uns wurde weder etwas gestohlen, noch fühlten wir uns bedroht oder hatten Angst)!
- Eine oder zwei Stunden mit Warten zu verbringen ist unbedeutend und gehört dazu!
- Nichts ist so gefährlich, wie es von zu Hause aus dargestellt wird.
- Es gibt keinen wirklich triftigen Grund, um Asien nicht individuell zu bereisen!
- Toleranz sollte auch in Europa einer der wichtigsten Werte für die Zukunft werden!
- Die Unterschiede zwischen den Kulturen der einzelnen Länder sind erheblich und so wie man den Westen nicht als eine Kultur betrachten kann, gibt es auch in Asien von Land zu Land große Unterschiede!

Wir haben Asien sehr genossen und sind nun gespannt auf den nächsten Kontinent Australien und Neuseeland.